Donnerstag, 29. September 2016

Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Wroclaw


Quelle: www.nzz.ch ...  
...Neben einer Reihe von Schweizer Industrieunternehmen haben auch UBS und Credit Suisse in Polen eine beachtliche Präsenz aufgebaut.
Die beiden Grossbanken beschäftigen inzwischen mehrere tausend Mitarbeiter in Shared-Service-Zentren in Wroclaw (Breslau) und Krakau.  
Was in diesem – angesichts von landesweit rund 150 000 Beschäftigten für ganz Polen gewichtigen – Wirtschaftszweig vor zehn Jahren als einfache Backoffice-Funktionen begonnen hat, wird immer mehr in Richtung Midoffice ausgeweitet. Dabei übernehmen polnische Mitarbeiter etwa Aufgaben im Risikomanagement – ein anspruchsvolles Feld, das vor kurzem noch kaum eine Firma für Verlagerungen aus der Schweiz heraus in Betracht zu ziehen gewagt hat. Für Angestellte in Zürich oder Genf sind das durchaus bedrohliche Perspektiven.
Allerdings tragen Investitionen in Polen wie auch in anderen Schwellenländern nicht selten dazu bei, Schweizer Arbeitsplätze in anderen Bereichen abzusichern. Nicht zuletzt wegen der in Tieflohnländern ausgeschöpften Kostenvorteile sind Firmen überhaupt noch in der Lage, Kernaktivitäten wie die Forschung und Entwicklung oder zentrale Funktionen im Marketing in der Schweiz zu halten...